VR-Brillen.xyz beantwortet alle wichtigen Fragen

Jeden Monat kommen neue VR Systeme bzw. VR-Komponenten auf den Markt. Doch was gehört zu einem VR System? Welche Virtual Reality Systeme sind überhaupt erhältlich? Was kosten sie? Was brauche ich unbedingt und auf was kann ich verzichten? Wir von VR-Brillen.xyz haben uns dem komplexen Thema angenommen und beantworten euch alle Fragen in unserem Übersichtsartikel.

1. Was ist ein VR System?

Ein VR System ist nichts weiter als eine Zusammenstellung von Komponenten, die zum Erleben von Virtual Reality benötigt werden. Generell können hierbei stationäre und mobile VR Systeme unterschieden werden.

2. Komponenten eines VR Systems

Folgende Komponenten besitzt jedes VR System:

  1. nach außen abgeschirmte Anzeige
  2. Sensoren zur Bewegungserfassung
  3. Sound
  4. Controller
  5. Recheneinheit

2.1. Mobile Systeme für Virtual Reality

Mobile VR Systeme sind aktuell nichts weiter als ein Smartphone in Kombination mit einer VR-Brille, um das Smartphone-Display vor der Umgebung abzuschirmen und die Anzeige zu vergrößern. Dadurch wird für unsere Augen ein weites Sichtfeld simuliert. Diese VR-Smartphone-Brillen gibt es schon für wenige Euro zum Selbstbauen, wie beispielsweise das Google Cardboard oder in hochwertigen Versionen wie die Samsung Gear VR. In diesen mobilen Systemen sind alle Komponenten untergebracht. Das Smartphone besitzt die Anzeige, die Sensoren, den Sound und die Recheneinheit. Für die Abschirmung und die Steuerung (Controller) sorgt die VR-Brille. Bei der Gear VR sind außerdem noch Sensoren untergebracht, welche die Smartphone-Sensoren unterstützen.

Vorteile:

  • genauso mobil wie ein Smartphone
  • einfache Inbetriebnahme
  • preiswert
  • viele kostenfreie oder günstige VR-Apps im Google Play Store und App Store

Nachteile:

  • Grafikqualität gering, da Smartphone geringe Rechenkapazität hat
  • Sensoren erfassen nur die Kopfbewegung
  • rudimentäre Steuerung

Grad der Immersion (wie echt die VR wirkt):

  • Mittel

2.2. Stationäre Systeme für Virtual Reality

Ein stationäres VR System besteht aus einem VR PC als Recheneinheit. Das kann ein VR PC oder auch eine Spielkonsole sein. Unverzichtbar ist natürlich die VR-Brille, die an den VR PC / Konsole mittels Kabel angeschlossen wird. Zurzeit sind folgende Brillen erhältlich: HTC Vive, Oculus Rift und Playstation VR. Sie kümmern sich um die Anzeige der Inhalte, die Abschirmung von der Außenwelt und um die Erfassung der Kopfbewegung mittels Sensoren. Auch für die Soundausgabe ist gesorgt. Dafür bringen sie einen Kopfhöreranschluss mit. Neben den internen Sensoren in der VR-Brille haben alle Systeme auch externe Sensoren. Sie ermitteln die Bewegungen des Körpers. So weiß das System, wann Ihr euch duckt oder zur Seite dreht. Außerdem werden mit den Sensoren die Controller getrackt. Deshalb könnt ihr euch quasi lebensecht in der virtuellen Welt bewegen und mit ihr interagieren.

Vorteile:

  • hohe bis sehr hohe Bildqualität (je nach VR System)
  • Interaktion / Steuerung fast wie in der Realität möglich
  • viele tolle Spiele und Anwendungen mit hohem Realismusgrad

Nachteile:

  • relativ hoher Preis
  • eingeschränkte Bewegungsfreiheit, da VR-Brille mit Kabel an VR PC hängt

Grad der Immersion:

  • hoch bis sehr hoch

3. Stationäre VR Systeme im Detail

Im Folgenden wollen wir euch stationäre VR Systeme näher vorstellen.

3.1. Playstation VR

Die Playstation VR ist sicherlich eine der beliebtesten VR-Brillen. Ein VR System, das mit der Sony Brille genutzt werden kann, besteht aus folgenden Komponenten:

  • Playstation VR (VR-Brille)
  • Playstation 4 (Recheneinheit)
  • Playstation Kamera (externer Sensor)
  • Playstation Move Motion-Controller oder DualShock 4 Wireless Controller (Steuerung)

Die Playstation VR wird zum Betrieb mit der Konsole verbunden. Zwischen VR Brille und Konsole ist noch eine externe Prozessorbox geschaltet. Sie kümmert sich um die Berechnung des 3D-Audios und gibt ein Signal an den Social Screen aus. Ihr könnt nämlich einen Monitor, Beamer oder Fernseher daran anschließen und dann sehen eure Mitspieler, was ihr gerade in der VR seht und euch beim Spielen unterstützen. Unverzichtbar ist außerdem eine Playstation Kamera. Sie erfasst nämlich nicht nur eure Körperbewegungen, sondern auch die Position der Controller. Die Controller sind ein eigenes Thema. Sony verspricht, dass alle VR Spiele mit dem DualShock 4 gespielt werden können. Doch für einige Titel müsst ihr in jeder Hand einen Controller halten. Da die DualShock recht dick sind, ist das nicht komfortabel. Deshalb empfehlen wir, sich zwei Move Motion-Controller zuzulegen. So lässt sich die VR-Welt richtig gut steuern.

3.2. VR PC für Oculus Rift

Dank der Oculus Rift wurde Virtual Reality überhaupt erst wieder Thema in der Spiel- und Unterhaltungsindustrie. Ein VR System für diese Brille besteht aus folgenden Komponenten:

  • Oculus Rift (VR-Brille)
  • VR PC (Recheneinheit)
  • externe Sensoren (Lieferumfang der Oculus Rift)
  • Gamepad oder Oculus Touch (Gamepad im Lieferumfang der Oculus Rift)

Da die Sensoren und das Gamepad zum Lieferumfang gehören, gehen wir jetzt auf die Komponenten ein, die nicht dazugehören. So erfahrt ihr, worauf es dabei ankommt.

Zunächst der VR PC, dieser sollte mindestens folgende Leistungsmerkmale haben:

  1. Grafikkarte:               NVIDIA GTX 970 / AMD R9 290 oder besser
  1. Prozessor:                  CPU Intel i5-4590 oder besser
  2. Arbeitsspeicher:        8GB
  3. Anschlüsse:                HDMI 1.3, 3 x USB 3.0 und 1x USB 2.0
  4. Betriebssystem:         Windows 7 SP1 64 bit oder besser

Die Grafikkarte ist hierbei das A und O. Schlechtere, als die angegeben, könnt ihr nicht verwenden, da das Bild sonst zu sehr ruckelt. Das stört nicht nur die Immersion, es kann auch zu Übelkeit führen. Beim Prozessor gibt Oculus Rift zwar nur Intel CPUs an, aber ihr könnt auch CPUs von AMD verwenden. Diese müssen einen Basistakt von 3,9 GHz haben, dazugehören beispielsweise der FX-6350 und der FX-8350, auch den A10-7890K könnt ihr nutzen. Der Arbeitsspeicher ist mit 8 Gigabyte durchaus im gebräuchlichen Rahmen, wobei hier mehr Speicher nicht schaden kann. Leider braucht die Oculus Rift sehr viele Anschlüsse. Allein dreimal USB 3.0 bereitzustellen, können nicht alle Motherboards. Falls ihr euren VR PC also selbst zusammenstellt, achtet also unbedingt auf genügend schnelle Schnittstellen. Die Oculus Rift funktioniert ohne Probleme mit dem aktuellen Windows 10, aber nur in der 64-Bit-Version. Wer eine 32-Bit-Version verwendet, muss also umrüsten. Außerdem können wir noch empfehlen, für eine ausreichend schnelle Festplatte zu sorgen. Nutzt zur Installation des Betriebssystems, der Software inkl. Treiber eine SSD. 256 GB Speicherkapazität sollten für den Anfang ausreichen.

Für die perfekte Steuerung der VR könnt ihr den beigelegten Controller verwenden. Wesentlich intensiver wird aber das Erlebnis mit den Oculus Touch. Sie müssen leider extra erworben werden, aber geben euch das Gefühl, die virtuelle Realität anfassen zu können.

3.3. VR PC für HTC Vive

Die Komponenten des VR Systems für die HTC Vive sind die gleichen, wie bei der Oculus Rift. Der wichtige Unterschied ist natürlich, dass hier die VR-Brille samt externen Sensoren und Controller von HTC stammt.

Der  VR PC für ein HTC Vive VR System muss folgende Mindestanforderungen erfüllen:

  1. Prozessor: Intel i5-4590 / AMD FX 8350 oder besser
  2. Grafikkarte: NVIDIA GeForce® GTX 970 / AMD Radeon™ R9 290 oder besser
  3. Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
  4. Anschlüsse: HDMI 1.4 oder DisplayPort 1.2, 1x USB 2.0 oder besser
  5. Betriebssystem: Windows 7 SP1, Windows 8.1 oder Windows 10

Die HTC Vive stellt nicht ganz so hohe Ansprüche an den VR PC wie die Oculus Rift. Allerdings ist auch hier eine hochwertige Grafikkarte notwendig. Wenn ihr ein 64-Bit-Windows nutzt, dann kann außerdem mehr Arbeitsspeicher verwendet werden, was praktisch immer die Leistung des Systems steigert. Angenehm ist, dass nur ein USB 2.0 Anschluss notwendig ist, wobei sich auch hier USB 3.0 empfiehlt. Alle anderen notwendigen Komponenten für das VR System sind im Lieferumfang der HTC Vive enthalten.

4. Preise für VR System

4.1. Playstation VR

Die Playstation VR kostet 399 Euro. Die notwendige Kamera 60 Euro und die empfehlenswerten Move-Controller 35 Euro pro Stück. Die Playstation 4 bekommt ihr bereits ab 230 Euro.

In der Summe macht das ca. 759 Euro.

4.2. Oculus Rift

Die Oculus Rift kostet 699 Euro. Die sehr zu empfehlenden Oculus Touch haben einen Preis von 199 Euro. Ein entsprechender VR-PC kommt auf circa 940 Euro.

In der Summe macht das ca. 1838 Euro.

4.3 HTC Vive

Die HTC Vive gibt es für 899 Euro. Dazu kommt ein VR PC der gut 890 Euro kostet.

In der Summe macht das ca. 1789 Euro.

5. VR PC selbst bauen oder Komplettsystem kaufen?

Neben der VR-Brille ist der wichtigste Teil eines stationären VR System der VR PC. Doch hier stellt sich unweigerlich die Frage: Selbst bauen oder Komplettsystem kaufen?

Wer schon einen gut ausgestatteten PC hat, der kann ruhig Schraubenzieher und ein wenig Geduld aufbringen und die fehlenden Teile nachrüsten.

Habt ihr hingegen nur einen einfachen Büro-PC zu Hause, dann lohnt sich dessen Aufrüstung nicht. Besser ist es dann, einen komplett neuen PC zu kaufen. Zumal dort alle Bauteile perfekt aufeinander abgestimmt sind und ihr lange Freude an dem Gerät haben werdet, auch außerhalb der VR-Erfahrung. PC-Systeme, die auch noch in drei Jahren hochwertige Spielerlebnisse garantieren, sind:

  • King Mod Burning Sky System, i7-6700K @ 4,5 GHz, GTX 1080
  • [usw.]

Fazit

Mit stationären VR Systemen werdet ihr das ultimative VR-Erlebnis haben, da nur hier Sound, Grafik und die Steuerung vollends überzeugen. Für Playstation 4 Besitzer empfiehlt es sich, die Playstation VR anzuschaffen. Wer einen guten PC sein eigen nennt, sollte unbedingt einen Blick auf die HTC Vive oder Oculus Rift werfen. Mit diesen Brillen realisiert ihr die derzeit besten VR Systeme.