HTC Vive: Technik, Anwendungen, Spiele und Tipps

Die HTC Vive ist dank RoomScale eines der interaktivsten Head-Mounted-Displays auf dem Markt. Wir von VR-Brillen.xyz wollen es näher vorstellen und euch die besten Anwendungen und Spiele ans Herz legen. Außerdem gibt’s noch ein paar Tipps von uns, um Probleme bei Installation und Gebrauch zu vermeiden.

Was ist die HTC Vive?

Die HTC Vive ist eine VR-Brille mit eingebautem Display, Linsenoptik und Sensoren. Wie bei anderen Head-Mounted-Displays auch, werden die Sensoren genutzt, um die Bewegung eures Kopfes zu registrieren. Nur wenn die VR-Brille weiß, wohin ihr blickt, kann sie euch den richtigen Bildausschnitt anzeigen. Die Linsenoptik ist dafür da, das Display zu vergrößern und damit ein weites Sichtfeld zu simulieren.

Für die Soundausgabe besitzt die HTC Vive einen Kopfhörerausgang, an dem ihre eure eigenen hochwertigen Kopfhörer anschließen könnt. Der Sound wir in 3D ausgegeben, d. h., ihr könnt die Geräusche korrekt im Raum orten.

Um die HTC Vive zu betreiben, muss sie an einen leistungsstarken PC angeschlossen werden. Wie dessen Systemanforderungen aussehen und welche genauen technischen Daten die HTC Vive hat, verraten wir gleich. Vorher gehen wir auf drei Besonderheiten der VR-Brille ein.

Steuerung

Zur HTC Vive bekommt ihr zwei spezielle 3D-Controller. Jeden haltet ihr in einer Hand. Da sie drahtlos sind, könnt ihr sie frei im Raum bewegen. So lässt sich extrem innovativ die virtuelle Realität steuern. Ihr könnt praktisch Dinge wie in der Wirklichkeit anheben, wegwerfen, draufhauen usw.

RoomScale

RoomScale ist eine tolle Sache. Über zwei externe Sensoren, die sogenannten Lighthouse Stationen, erfasst die HTC Vive eure Position im Raum. Das ist bis zu einer Fläche von 20 Quadratmetern möglich. Ihr könnt euch also auf dieser Fläche in der virtuellen Welt frei bewegen. Dadurch erlebt ihr die VR als noch realistischer.

Im Video seht ihr, wie die Steuerung und RoomScale funktionieren.

Kamera

Die dritte Besonderheit ist die Frontkamera der HTC Vive. Sie erfasst eure Umgebung und warnt euch, wenn ihr droht gegen einen realen Gegenstand oder die Wand zu laufen. Außerdem können dank ihr Augmented Reality Anwendungen ermöglicht werden. Darüber hinaus müsst ihr die Brille nicht extra absetzen, wenn ihr mal einen Schluck Wasser trinken wollt. Kamera einschalten und schauen, wo die Flasche steht.

Technische Daten – HTC Vive

Gewicht:                     ca. 550 Gramm

Display:                      zwei Displays mit je1080 x 1200 Pixel

Bildrate:                     90 Hz

Latenz:                       unter 20ms

Sichtfeld:                   ca. 110 Grad horizontal und ca. 113 Grad vertikal

Sound:                        3D-Audio über Kopfhöreranschluss, eingebautes Mikrofon

Steuerung:                  3D-Controller

Betriebssystem:         ab Windows 7 SP1

Schnittstellen:            1 x HDMI, 1 x USB 2.0, 1 x Audio-Klinke

Energieversorgung:    USB

Mindestanforderungen PC

Habt ihr einen guten Gaming-PC zu Hause, dann müssen in der Regel nur wenige Komponenten ausgetauscht werden, um die HTC Vive zu betreiben.

Grafikkarte:                NVIDIA GTX 970 / AMD R9 290 oder besser

Prozessor:                  Intel i5-4590 / AMD FX 8350 oder besser

Arbeitsspeicher:         4GB oder mehr

Anschlüsse:                HDMI 1.4 oder Displayport 1.2, 1 x USB 2.0 oder besser

Was könnt ihr mit der HTC Vive tun?

Die Frage ist eher, was könnt ihr nicht mit ihr tun? Denn die Anwendungsmöglichkeiten sind schier unendlich. Ihr könnt Filme in eurem eigenen Kino ansehen, Kunst machen, Galerien überall auf der Welt besuchen, an Traumstränden relaxen, Büroarbeiten erledigen, euch mit Leuten im VR treffen, Spielen und vieles mehr.

Wo bekommt ihr die Programme und Spiele her?

Alle Spiele und Anwendungen für die HTC Vive gibt es auf Steam.

Anwendungen

1. Realities

Mit Realities entlockt ihr Freunden und Bekannten, die eure HTC Vive ausprobieren, garantiert ein „Wow“. Damit betrachtet ihr nämlich nicht einfach 360-Grad-Fotos, sondern ihr geht in sie hinein und könnt euch Ruinen, Kirchen usw. anschauen als wäret ihr darin. „Realities“ gibt es auf Steam, und zwar kostenlos.

2. Tilt Brush

Dieser Titel gehört zum Lieferumfang der HTC Vive und ist ein Malprogramm in 3D. Dank der Controller und des RoomScale könnt ihr einfach in drei Dimensionen malen. Selbst Leute, die mit Zeichnen nichts am Hut haben, verbringen dank „Tilt Brush“ Stunden damit, neue Kunstwerke zu erschaffen.

3. SurrealVR

Hierbei handelt es sich um eine Soziale Plattform. Ihr könnt in verschiedenen VR Umgebungen Freunde treffen oder neue Leute kennenlernen. Ihr gestaltet eure eigenen Avatare und könnt endlich so aussehen, wie ihr schon immer aussehen wolltet. Außerdem gibt es Minispielchen wie Körbewerfen, Dronenflug und vieles mehr. „SurrealVR“ gibt’s auf Steam kostenlos.

4. Virtual Desktop

Mit „Virtual Desktop“ holt ihr euren normalen Desktop in die virtuelle Welt. Er lässt sich beliebig vergrößern, verkleinern und in andere virtuelle Arbeitsumgebungen teleportieren. Alles, was ihr an einem normalen Desktop machen könnt, geht nun auch in VR: Filme ansehen, Spiele spielen oder im Netz surfen. Die App kostet auf Steam 14,99 Euro.

5. Tvori

Bei dieser Anwendung könnt ihr wieder kreativ werden. Baut mit einem Baukasten eigene virtuelle Schauplätze, malt eure eigenen Figuren hinein, animiert das Ganze und nehmt es auf Video auf. Ein genialer Spaß. Tvori gibt’s auf Steam für 19,99 Euro.

Spiele

1. The Lab

Mit „The Lab“ testet ihr mal richtig, was die Vive so alles kann und ihr lernt nebenbei noch die Steuerung der VR-Brille kennen. Es gibt Ballerspielchen, Geschicklichkeitsaufgaben und vieles mehr. Das Spiel ist der ideale Einstieg in die virtuellen Welten und auch noch kostenfrei. Herunterladen könnt ihr es natürlich auf Steam.

2. EVE Gunjack

Dieses Game spielt im EVE-Universum und ist nicht ohne Grund eines der bestverkauften VR-Games. Steigt in euer schwer bewaffnetes Raumschiff und verteidigt euer Mutterschiff gegen die Invasoren. Ein VR-Erlebnis mit toller Grafik, fettem Sound und das für nur 9,99 Euro.

3. Job Simulator

Kann Arbeit im Büro, in der Werkstatt oder hinter der Ladentheke Spaß machen? Ja, mit „Job Simulator“, denn dieser „Arbeitssimulation“ erlaubt euch alles, was ihr im realen Leben nicht machen dürft. Bei Steam gibt’s das für 27,99 Euro.

4. Mind: Path to Thalamus

Ein Puzzlespiel aus der Ego-Perspektive ist „Mind: Path to Thalamus“. Es geht um einen Vater, der seine Tochter verloren hat. Gefangen seid ihr in der Traumwelt, des in Koma gefallendes Mannes. Ein surreales und grafisch sehr attraktives Spiel mit einem ernsten Hintergrund.

5. Holoball

Wer schon immer einmal Squash im Wohnzimmer spielen wollte, der hat mit diesem Titel die Möglichkeit dazu. Powert euch in VR richtig aus und genießt die futuristisch gestaltete Neon-Welt im Stil des Films „Tron“.

5 Tipps zu Nutzung der HTC Vive

Lighthouse Sensoren aufstellen

Die externen Sensoren müssen oben, fast unter der Decke, am besten in den Ecken des Zimmers angebracht werden. Wer hier nicht bohren und keine großen Stative dorthin stellen will, der kann auch eine Teleskopstange aus dem Baumarkt nehmen. Einfach zwischen Boden und Decke klemmen und den Sensor dran befestigen. Lässt sich einfach auf- und abbauen.

Linsenreinigung

Lasst die Brille nach der Nutzung wieder in Packung oder einem Beutel verschwinden, so können die Linsen gar nicht erst einstauben. Wenn doch Staub drauf sein sollte, dann nur mit einem Mikrofasertuch in kreisförmigen Bewegungen und ohne Druck auszuüben, den Staub entfernen.

Monitor und VR-Brille an Grafikkarte anschließen

Da ja die Brille den HDMI-Ausgang der Grafikkarte besetzt, hängt euren Monitor nicht einfach an das Motherboard, denn sonst gibt’s kein Bild. Monitor und HTC Vive müssen an der gleichen Grafikkarte hängen. Verbindet also per Adapter euren Monitor beispielsweise mit dem DVI-Ausgang eurer Grafikkarte.

Setup-Programm nutzen

Für das Vive Setup müsst ihr keine Handbücher wälzen. Nutzt einfach das Setup-Programm von HTC und geht es Schritt für Schritt durch. Das Programm könnt ihr bei HTC herunterladen.

Kabelentspannung

Da das Kabel der HTC Vive viel beansprucht wird, schließt es nach jeder Session ab und zieht es straff. Anschließend hängt ihr es locker auf. So können gar nicht erst Kabelbrüche entstehen.